Schöne einsame Täler gibt es im schottischen Hochland zu Hauf. Der Glen Affric ist dabei eine besondere Perle. Etwas abseits westlich vom Loch Ness gelegen ist man zwar nicht alleine, aber doch weit weg vom Rummel wie er in Fort Williams und beim Eilean Donan Castle herrscht. Man wandert um den wunderschönen Loch Affric und bewundert die schottischen Kiefern, die seit den 80er Jahren wieder angepflanzt wurden. Da das Tal mittlerweile einen großen Bestand dieser Bäume beherbergt, ist es seit 2001 ein Naturschutzgebiet.
Umrundet wird das Tal von etlichen Munros. So nennt man in Schottland die Berge, die höher alls 3´000 ft sind, was 914.4 m entspricht. Aufgrund der Highland Clearances ist das Teil weitgehend unbewohnt. Dies mag vielleicht passen, aber eigentlich sind diese Highland Clearances eher ein unrühmlicher Teil der britischen Geschichte: Weil die Grossgrundbesitzer mehr Land für Ihre Schafherden brauchten, wurde die gälischsprachige Landbevölkerung vertrieben. Entweder an die Westküste oder aber gleich in Auswanderungsschiffe in Richtung Nordamerika oder Australien. Das Land an der Westküste reichte in der Regel nicht, um eine Familie zu ernähren. Die an der Westküste verbliebenen Bauern nannte man „Crofters“. Diese erlangten erst zum Ende des 19 Jahrhunderts Rechte an dem Land, dass sie bewirtschafteten. Dieser Teil der schottischen Geschichte ist etwas bedrückend, wenn man durch diese Landschaft wandert und man sieht auf manches schottische Schloss oder Herrenhaus mit anderen Augen.
































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